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CTFL 4.4.3: Den checklistenbasierten Test erklären

K2

Lehrplanabschnitt 4.4.3

3 eigene PrepBench-Übungsfragen zum Lernziel 4.4.3 des CTFL-Lehrplans 4.0. Probiere die Beispiele aus und überprüfe jede Antwort anhand der Lehrplanstelle.

Übungsfragen

Frage 1

Ein Team testet jedes Release gegen eine generische Checkliste von Fragen, die aus früheren Fehlerwirkungen entstanden ist, statt gegen detaillierte Testfälle. Womit sollte das Team rechnen?

  1. Mit identischem Testen in jedem Release, da die Checkliste die Schritte festlegt
  2. Mit vollständiger Automatisierung, da Checklistenelemente werkzeugprüfbar sein sollen
  3. Mit Variabilität zwischen Releases, was größere Überdeckung, aber weniger Wiederholbarkeit bringt
  4. Mit einer stabilen Checkliste, da ihre Einträge ihre Effektivität dauerhaft behalten
Antwort anzeigen
  • Mit identischem Testen in jedem Release, da die Checkliste die Schritte festlegtEine generische Checkliste gibt Richtlinien statt fester Schritte, das Testen variiert also von Lauf zu Lauf.
  • Mit vollständiger Automatisierung, da Checklistenelemente werkzeugprüfbar sein sollenChecklisten sollten gerade keine Elemente enthalten, die automatisch geprüft werden können.
  • Richtige Antwort: Mit Variabilität zwischen Releases, was größere Überdeckung, aber weniger Wiederholbarkeit bringtGenerische Checklisten tauschen Wiederholbarkeit gegen potenziell größere Überdeckung.
  • Mit einer stabilen Checkliste, da ihre Einträge ihre Effektivität dauerhaft behaltenEinträge verlieren an Effektivität, weil Entwickler dieselben Fehlhandlungen vermeiden lernen.

Beim Fehlen detaillierter Testfälle kann das checklistenbasierte Testen Richtlinien und ein gewisses Maß an Konsistenz bieten. Wenn die Checklisten generisch sind, ist eine gewisse Variabilität beim tatsächlichen Testen wahrscheinlich, was zu einer potenziell größeren Überdeckung, aber weniger Wiederholbarkeit führt. Checklisten sollten keine automatisch prüfbaren Elemente enthalten und regelmäßig auf Grundlage der Fehlerzustände aktualisiert werden.

Lehrplanabschnitt 4.4.3

Frage 2

Was leitet beim checklistenbasierten Test den Testentwurf?

  1. Eine Liste von Bedingungen oder Regeln zum Prüfen, aus Erfahrung gewonnen
  2. Die gemessene Anweisungs- und Zweigüberdeckung des Codes
  3. Eine formale Entscheidungstabelle, die jede Regelkombination abdeckt
  4. Zufällig erzeugte Eingaben, verteilt über den gesamten Eingabebereich
Antwort anzeigen
  • Richtige Antwort: Eine Liste von Bedingungen oder Regeln zum Prüfen, aus Erfahrung gewonnenDas Testen wird durch eine Checkliste von Bedingungen oder Regeln geleitet, meist aus Erfahrung.
  • Die gemessene Anweisungs- und Zweigüberdeckung des CodesGemessene Codeüberdeckung zur Steuerung zu nutzen beschreibt White-Box-, nicht checklistenbasiertes Testen.
  • Eine formale Entscheidungstabelle, die jede Regelkombination abdecktEine Entscheidungstabelle ist ein eigenes Black-Box-Verfahren, nicht das, was den checklistenbasierten Test ausmacht.
  • Zufällig erzeugte Eingaben, verteilt über den gesamten EingabebereichZufällige Eingabestichproben sind nicht die Grundlage des checklistenbasierten Tests, der einer Checkliste folgt.

Beim checklistenbasierten Test entwirft, implementiert und führt der Tester Tests aus, um die Einträge einer Checkliste aus Bedingungen, Regeln oder zu prüfenden Punkten abzudecken. Checklisten entstehen typischerweise aus Erfahrung, dem Wissen über das für den Benutzer Wichtige und dem Verständnis, wie Software fehlschlägt.

Lehrplanabschnitt 4.4.3

Frage 3

Was ist eine anerkannte Einschränkung des checklistenbasierten Tests?

  1. Er lässt sich nur auf die interne Struktur des Codes anwenden
  2. Er erfordert ein formales Modell, bevor ein Test entworfen werden kann
  3. Er erzeugt stets detaillierte Testfälle mit exakten Eingabewerten
  4. Übergeordnete Checklisteneinträge können unterschiedlich getestet werden
Antwort anzeigen
  • Er lässt sich nur auf die interne Struktur des Codes anwendenDer checklistenbasierte Test ist erfahrungsbasiert und arbeitet nicht mit der Struktur des Codes.
  • Er erfordert ein formales Modell, bevor ein Test entworfen werden kannDer checklistenbasierte Test braucht nur eine Checkliste, kein formales Modell, um zu beginnen.
  • Er erzeugt stets detaillierte Testfälle mit exakten EingabewertenChecklisteneinträge sind typischerweise übergeordnet, keine exakten Fälle mit konkreten Eingaben.
  • Richtige Antwort: Übergeordnete Checklisteneinträge können unterschiedlich getestet werdenÜbergeordnete Checklisteneinträge können zwischen Durchläufen inkonsistent ausgelegt und getestet werden.

Checklisteneinträge sind oft übergeordnet (z. B. 'Gebrauchstauglichkeit prüfen'), sodass verschiedene Tester — oder derselbe Tester zu verschiedenen Zeiten — sie unterschiedlich auslegen und ausführen können, was zu inkonsistenter Überdeckung führt. Checklisten brauchen zudem regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung, um wirksam zu bleiben.

Lehrplanabschnitt 4.4.3

Eigenes PrepBench-Übungsmaterial, keine offiziellen Prüfungsfragen und keine Prüfungsdumps. PrepBench ist unabhängig und weder mit dem ISTQB® verbunden noch von ihm unterstützt.

Glossarbegriffe in diesem Kapitel