CTFL 4.4.2: Den explorativen Test erklären
K2Lehrplanabschnitt 4.4.2
3 eigene PrepBench-Übungsfragen zum Lernziel 4.4.2 des CTFL-Lehrplans 4.0. Probiere die Beispiele aus und überprüfe jede Antwort anhand der Lehrplanstelle.
Übungsfragen
Frage 1
In welcher Situation ist der explorative Test am WERTVOLLSTEN?
- Wenn detaillierte, stabile Spezifikationen vorliegen und regulatorische Überdeckungsnachweise gefordert sind
- Wenn es nur wenige Spezifikationen gibt und erheblicher Zeitdruck herrscht
- Wenn dieselben Prüfungen bei jedem Release identisch wiederholt werden müssen
- Wenn Tests mechanisch aus einer Entscheidungstabelle abgeleitet werden müssen
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- Wenn detaillierte, stabile Spezifikationen vorliegen und regulatorische Überdeckungsnachweise gefordert sindDetaillierte Spezifikationen und geforderte Überdeckungsnachweise sprechen für skriptbasiertes, nicht exploratives Testen.
- Richtige Antwort: Wenn es nur wenige Spezifikationen gibt und erheblicher Zeitdruck herrschtWenige Spezifikationen und Zeitdruck sind genau dort, wo der explorative Test den größten Nutzen bringt.
- Wenn dieselben Prüfungen bei jedem Release identisch wiederholt werden müssenIdentisch wiederholte Prüfungen eignen sich für automatisierte skriptbasierte Regression, nicht für explorativen Test.
- Wenn Tests mechanisch aus einer Entscheidungstabelle abgeleitet werden müssenMechanische Ableitung beschreibt ein Black-Box-Verfahren, nicht den explorativen Test.
Der explorative Test — gleichzeitiges Lernen, Entwerfen und Ausführen von Tests — ist am nützlichsten, wenn Spezifikationen fehlen oder unzureichend sind, bei Zeitdruck oder als Ergänzung zu formalen Verfahren. Der sitzungsbasierte Test kann ihm Struktur geben.
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Frage 2
Ein Tester lernt während der Arbeit ein unzureichend spezifiziertes Produkt kennen, wählt anhand jeder Beobachtung den nächsten gezielten Test und bewertet Ergebnisse sofort. Welche Erklärung beschreibt dieses explorative Vorgehen am besten?
- Der Tester führt vorbereitete Testbedingungen einer Checkliste aus, ohne die Richtung zu ändern
- Der Tester leitet vor der Ausführung alle Tests aus einer Liste möglicher Fehlhandlungen und Fehlerwirkungen ab
- Der Tester entwirft, führt aus und bewertet Tests, während er das Testobjekt kennenlernt
- Das Team schreibt vor der Implementierung Abnahmetests, um die Entwicklung zu steuern
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- Der Tester führt vorbereitete Testbedingungen einer Checkliste aus, ohne die Richtung zu ändernDies beschreibt einen checklistenbasierten Test statt einer Anpassung beim Lernen.
- Der Tester leitet vor der Ausführung alle Tests aus einer Liste möglicher Fehlhandlungen und Fehlerwirkungen abDies beschreibt einen Fehlerangriff als Umsetzung der intuitiven Testfallermittlung.
- Richtige Antwort: Der Tester entwirft, führt aus und bewertet Tests, während er das Testobjekt kennenlerntExploratives Testen verbindet Entwurf, Ausführung, Bewertung und Lernen.
- Das Team schreibt vor der Implementierung Abnahmetests, um die Entwicklung zu steuernDies beschreibt die abnahmetestgetriebene Entwicklung, nicht den explorativen Test.
Beim explorativen Test werden Tests gleichzeitig entworfen, ausgeführt und bewertet, während der Tester das Testobjekt kennenlernt. Das Lernen dient dazu, gezielter zu erforschen und weitere Tests für ungetestete Bereiche zu erstellen; dies ist bei wenigen Spezifikationen oder hohem Zeitdruck sinnvoll.
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Frage 3
Ein Tester erhält einen Zeitrahmen von zwei Stunden und ein Dokument mit Testzielen, entwirft und führt Tests aus, während er die neue Berichtsmaske kennenlernt, hält Schritte und Erkenntnisse auf einem Blatt fest und bespricht die Ergebnisse anschließend mit den Beteiligten. Welche Aussage über dieses Vorgehen ist korrekt?
- Es ist checklistenbasierter Test, und das Dokument ist die Checkliste der Testbedingungen
- Es ist intuitive Testfallermittlung, und das Dokument listet die zu erwartenden Fehlhandlungen
- Es ist sitzungsbasierter explorativer Test, und das Dokument ist eine steuernde Test-Charta
- Es ist skriptbasierter Black-Box-Test, und das Dokument legt die Testfälle vorab fest
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- Es ist checklistenbasierter Test, und das Dokument ist die Checkliste der TestbedingungenDer checklistenbasierte Test deckt Testbedingungen einer Checkliste ab und entwirft nicht im Lernen.
- Es ist intuitive Testfallermittlung, und das Dokument listet die zu erwartenden FehlhandlungenDie intuitive Testfallermittlung antizipiert Fehlhandlungen aus dem Wissen des Testers, nicht in einer Sitzung.
- Richtige Antwort: Es ist sitzungsbasierter explorativer Test, und das Dokument ist eine steuernde Test-ChartaZeitrahmen, Test-Charta mit Testzielen, Sitzungsblatt und Nachbesprechung kennzeichnen dieses Vorgehen.
- Es ist skriptbasierter Black-Box-Test, und das Dokument legt die Testfälle vorab festSkriptbasiertes Testen legt Testfälle vorab fest, während hier Entwurf und Durchführung zusammenfallen.
Beim explorativen Test werden Tests gleichzeitig entworfen, ausgeführt und bewertet, während der Tester mehr über das Testobjekt erfährt. Als sitzungsbasierter Test läuft er in einem bestimmten Zeitrahmen ab, der Tester verwendet eine Test-Charta mit Testzielen zur Steuerung, Testsitzungsblätter dokumentieren die durchgeführten Schritte und die gemachten Erkenntnisse, und an die Testsitzung schließt sich eine Nachbesprechung mit den Beteiligten an.
Lehrplanabschnitt 4.4.2
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