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CTFL 2.1.6: Den Einsatz von Retrospektiven als Mechanismus zur Prozessverbesserung erklären

K2

Lehrplanabschnitt 2.1.6

3 eigene PrepBench-Übungsfragen zum Lernziel 2.1.6 des CTFL-Lehrplans 4.0. Probiere die Beispiele aus und überprüfe jede Antwort anhand der Lehrplanstelle.

Übungsfragen

Frage 1

Am Ende einer Iteration hält ein Team eine Sitzung ab, an der nur die Tester teilnehmen und in der ausschließlich Probleme mit Testwerkzeugen besprochen werden. In welcher Hinsicht weicht das von einer Retrospektive ab?

  1. Zu den Teilnehmern gehören auch Entwickler, Architekten, Product Owner und Businessanalysten, nicht nur Tester
  2. Retrospektiven sollten bei einem Releasemeilenstein statt am Ende einer Iteration stattfinden
  3. Retrospektiven dienen dem Sammeln von Metriken statt einer Diskussion
  4. Eine Retrospektive muss vom Testmanager geleitet werden, damit ihre Ergebnisse zählen
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  • Richtige Antwort: Zu den Teilnehmern gehören auch Entwickler, Architekten, Product Owner und Businessanalysten, nicht nur TesterDer Lehrplan nennt einen weiteren Teilnehmerkreis als nur die Tester.
  • Retrospektiven sollten bei einem Releasemeilenstein statt am Ende einer Iteration stattfindenDas Ende einer Iteration ist einer der genannten Anlässe für eine Retrospektive.
  • Retrospektiven dienen dem Sammeln von Metriken statt einer DiskussionRetrospektiven sind Diskussionen; die Ergebnisse werden danach festgehalten.
  • Eine Retrospektive muss vom Testmanager geleitet werden, damit ihre Ergebnisse zählenEine solche Leitungsanforderung nennt der Lehrplan an keiner Stelle.

In Retrospektiven diskutieren die Teilnehmer — nicht nur Tester, sondern z. B. auch Entwickler, Architekten, Product Owner und Businessanalysten —, was erfolgreich war und beibehalten werden sollte, was nicht erfolgreich war und verbessert werden könnte, und wie die Verbesserungen eingearbeitet werden können. Retrospektiven werden häufig am Ende einer Iteration abgehalten, der Zeitpunkt ist also nicht das Problem; die enge Teilnehmerrunde und die enge Themenwahl sind es.

Lehrplanabschnitt 2.1.6

Frage 2

In einer Iterationsretrospektive stellt ein Team fest, dass Lücken und Mehrdeutigkeiten in den Anforderungen mehrere spät berichtete Fehlerzustände verursacht haben, und hält als Maßnahme fest, dass Tester die Anforderungen vor jeder Iteration mit dem Businessanalysten reviewen. Welchen typischen Vorteil für das Testen verfolgt diese Maßnahme AM DIREKTESTEN?

  1. Verbesserte Qualität der Testbasis, da Mängel in den Anforderungen angesprochen werden
  2. Höhere Qualität der Testmittel, da die Testprozesse gemeinsam reviewt werden
  3. Teamzusammenhalt und Lernen, da Probleme angesprochen und Verbesserungen vorgeschlagen werden
  4. Erhöhte Effektivität und Effizienz des Testens, da Vorschläge zum Testprozess umgesetzt werden
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  • Richtige Antwort: Verbesserte Qualität der Testbasis, da Mängel in den Anforderungen angesprochen werdenDie Anforderungslücken anzugehen verbessert Umfang und Qualität der Testbasis.
  • Höhere Qualität der Testmittel, da die Testprozesse gemeinsam reviewt werdenDie Qualität der Testmittel steigt durch gemeinsames Review der Testprozesse; hier werden die Anforderungen reviewt.
  • Teamzusammenhalt und Lernen, da Probleme angesprochen und Verbesserungen vorgeschlagen werdenTeamzusammenhalt ergibt sich daraus, dass Retrospektiven überhaupt stattfinden, nicht aus dieser Anforderungsmaßnahme.
  • Erhöhte Effektivität und Effizienz des Testens, da Vorschläge zum Testprozess umgesetzt werdenEffektivität und Effizienz steigen durch umgesetzte Testprozessverbesserungen; hier ändert sich die Anforderungspraxis.

Retrospektiven sind entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der kontinuierlichen Verbesserung, und es ist wichtig, dass die empfohlenen Verbesserungen weiterverfolgt werden. Zu den typischen Vorteilen für das Testen gehört eine verbesserte Qualität der Testbasis, z. B. weil Mängel im Umfang und in der Qualität der Anforderungen angesprochen und behoben werden konnten. Genau darauf zielt die festgehaltene Maßnahme.

Lehrplanabschnitt 2.1.6

Frage 3

In einer Retrospektive stellt das Team fest, dass Lücken in den Anforderungen dazu geführt haben, dass mehrere Fehlerzustände spät gefunden wurden. Was muss geschehen, damit diese Retrospektive der Prozessverbesserung dient?

  1. Die Feststellung wird im Fehlermanagement-Werkzeug an jedem betroffenen Fehlerzustand vermerkt
  2. Die empfohlene Verbesserung wird weiterverfolgt, und die Ergebnisse werden festgehalten, normalerweise im Testabschlussbericht
  3. Die Retrospektive wird am Ende jeder folgenden Iteration wiederholt, bis keine solchen Fehlerzustände mehr auftreten
  4. Die Feststellung geht an den Manager, der stellvertretend für das Team über eine Prozessänderung entscheidet
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  • Die Feststellung wird im Fehlermanagement-Werkzeug an jedem betroffenen Fehlerzustand vermerktEin Vermerk an einzelnen Fehlerzuständen trägt die Verbesserung nicht in den Prozess.
  • Richtige Antwort: Die empfohlene Verbesserung wird weiterverfolgt, und die Ergebnisse werden festgehalten, normalerweise im TestabschlussberichtDie Verbesserung wird weiterverfolgt und das Ergebnis festgehalten.
  • Die Retrospektive wird am Ende jeder folgenden Iteration wiederholt, bis keine solchen Fehlerzustände mehr auftretenBloße Wiederholung verlangt der Lehrplan nicht; die Verbesserungen müssen weiterverfolgt werden.
  • Die Feststellung geht an den Manager, der stellvertretend für das Team über eine Prozessänderung entscheidetRetrospektiven betreffen das ganze Team; Verbesserungen werden weiterverfolgt statt delegiert.

Die Ergebnisse einer Retrospektive sollten festgehalten werden und sind normalerweise Teil des Testabschlussberichts. Retrospektiven sind entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der kontinuierlichen Verbesserung, und es ist wichtig, dass die empfohlenen Verbesserungen weiterverfolgt werden. Eine Feststellung, die weder festgehalten noch weiterverfolgt wird, verbessert den Prozess nicht, so zutreffend sie auch sein mag.

Lehrplanabschnitt 2.1.6

Eigenes PrepBench-Übungsmaterial, keine offiziellen Prüfungsfragen und keine Prüfungsdumps. PrepBench ist unabhängig und weder mit dem ISTQB® verbunden noch von ihm unterstützt.

Glossarbegriffe in diesem Kapitel