CTFL 2.1.5: Shift-Left erklären
K2Lehrplanabschnitt 2.1.5
3 eigene PrepBench-Übungsfragen zum Lernziel 2.1.5 des CTFL-Lehrplans 4.0. Probiere die Beispiele aus und überprüfe jede Antwort anhand der Lehrplanstelle.
Übungsfragen
Frage 1
Ein Team führt seine Performanztests bislang erst durch, wenn das gesamte System in einer repräsentativen Testumgebung zusammengesetzt ist. Welche Änderung würde Shift-Left erreichen?
- Nicht-funktionale Tests, wo immer möglich, bereits auf der Ebene der Komponententests beginnen
- Die vollständige Regressionstestsuite unmittelbar nach jedem Release in Produktion ausführen
- Die statische Analyse des Quellcodes erst abschließen, wenn der dynamische Test begonnen hat
- Ein eigenes unabhängiges Testteam für die späteren Teststufen einsetzen
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- Richtige Antwort: Nicht-funktionale Tests, wo immer möglich, bereits auf der Ebene der Komponententests beginnenNicht-funktionale Tests auf Komponentenebene vorzuziehen ist ein genanntes Verfahren.
- Die vollständige Regressionstestsuite unmittelbar nach jedem Release in Produktion ausführenTesten nach dem Release verlagert die Aktivität nach hinten, also in die Gegenrichtung.
- Die statische Analyse des Quellcodes erst abschließen, wenn der dynamische Test begonnen hatDie statische Analyse soll vor dem dynamischen Test abgeschlossen sein, nicht danach.
- Ein eigenes unabhängiges Testteam für die späteren Teststufen einsetzenDie späteren Stufen zu besetzen verlagert keine Testaktivität nach vorn.
Die Durchführung nicht-funktionaler Tests, wenn möglich beginnend auf der Ebene der Komponententests, wird unter den bewährten Verfahren für Shift-Left genannt — gerade weil diese nicht-funktionalen Testarten sonst meist spät im SDLC durchgeführt werden, wenn ein vollständiges System und eine repräsentative Testumgebung vorliegen. Genau diese Situation ist beschrieben.
Lehrplanabschnitt 2.1.5
Frage 2
Ein Manager schließt daraus, dass das Team Shift-Left eingeführt hat, dass nun Systemtest und Abnahmetest reduziert werden können. Warum ist dieser Schluss falsch?
- Weil Shift-Left nur für statische Tests gilt, die dynamische Tests nicht ersetzen können
- Weil Shift-Left verlangt, dass alle Tests vor Beginn der Realisierung abgeschlossen sind
- Weil Shift-Left früheres Testen bedeutet, aber ausdrücklich nicht, das spätere Testen zu vernachlässigen
- Weil Shift-Left eine andere Bezeichnung für den Whole-Team-Ansatz ist statt für frühes Testen
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- Weil Shift-Left nur für statische Tests gilt, die dynamische Tests nicht ersetzen könnenTestfälle vor dem Code zu schreiben und im Testrahmen auszuführen ist ebenfalls Shift-Left.
- Weil Shift-Left verlangt, dass alle Tests vor Beginn der Realisierung abgeschlossen sindFrüher zu testen bedeutet nicht, dass alle Tests vor der Realisierung abgeschlossen sind.
- Richtige Antwort: Weil Shift-Left früheres Testen bedeutet, aber ausdrücklich nicht, das spätere Testen zu vernachlässigenFrüheres Testen rechtfertigt nicht, das spätere Testen zu vernachlässigen.
- Weil Shift-Left eine andere Bezeichnung für den Whole-Team-Ansatz ist statt für frühes TestenShift-Left ist eine andere Bezeichnung für den Grundsatz des frühen Testens.
Das Prinzip des frühen Testens wird manchmal auch als Shift-Left bezeichnet, da es sich um einen Ansatz handelt, bei dem Testen früher im SDLC erfolgt. Shift-Left bedeutet, dass das Testen früher beginnen sollte — z. B. nicht erst, wenn der Code implementiert oder die Komponenten integriert sind —, aber nicht, dass das Testen später im SDLC vernachlässigt werden sollte.
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Frage 3
Ein Team, das Shift-Left einführt, stellt fest, dass sowohl der Aufwand in den frühen Phasen als auch die Schulungskosten gestiegen sind; der Sponsor fragt, ob die Einführung gescheitert ist. Was sollte das Team erwarten?
- Der Anstieg belegt das Scheitern, da Shift-Left den Aufwand sofort senken sollte
- Der Anstieg hat nichts mit Shift-Left zu tun, das nur ohnehin anfallende Arbeit umordnet
- Die frühen Kosten sollten noch in derselben Phase wieder eingespart werden
- Zusätzliche Schulungen, Aufwand und Kosten früher sind zu erwarten, mit späterer Einsparung
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- Der Anstieg belegt das Scheitern, da Shift-Left den Aufwand sofort senken sollteEin früher Anstieg ist genau das, was der Lehrplan vorhersagt, kein Scheitern.
- Der Anstieg hat nichts mit Shift-Left zu tun, das nur ohnehin anfallende Arbeit umordnetDer Lehrplan erwartet einen echten frühen Anstieg, nicht bloß eine Umordnung.
- Die frühen Kosten sollten noch in derselben Phase wieder eingespart werdenDie Einsparung wird später im Prozess erwartet, nicht in derselben Phase.
- Richtige Antwort: Zusätzliche Schulungen, Aufwand und Kosten früher sind zu erwarten, mit späterer EinsparungHöhere Kosten früher, mit später erwarteter Einsparung.
Shift-Left kann zu Beginn des Prozesses zu zusätzlichen Schulungen, Aufwand und/oder Kosten führen; erwartet wird jedoch, später im Prozess Aufwand und/oder Kosten zu sparen. Ein Anstieg des frühen Aufwands und der Schulungskosten ist damit das vorhergesagte Muster und kein Beleg für ein Scheitern. Wichtig ist zudem, dass die Stakeholder vom Konzept überzeugt sind.
Lehrplanabschnitt 2.1.5
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