CTFL 1.2.3: Zwischen Grundursache, Fehlhandlung, Fehlerzustand und Fehlerwirkung unterscheiden
K2Lehrplanabschnitt 1.2.3
3 eigene PrepBench-Übungsfragen zum Lernziel 1.2.3 des CTFL-Lehrplans 4.0. Probiere die Beispiele aus und überprüfe jede Antwort anhand der Lehrplanstelle.
Übungsfragen
Frage 1
Ein Entwickler missversteht eine Anforderung und schreibt eine falsche Berechnung in den Code. Als ein Benutzer die Anwendung später ausführt, zeigt sie eine falsche Summe an. Welche der folgenden Zuordnungen ist korrekt?
- Das Missverständnis ist die Fehlerwirkung, der falsche Code die Fehlhandlung, die falsche Summe der Fehlerzustand
- Das Missverständnis ist die Fehlhandlung, der falsche Code der Fehlerzustand, die falsche Summe die Fehlerwirkung
- Das Missverständnis ist die Grundursache, der falsche Code die Fehlerwirkung, die falsche Summe der Fehlerzustand
- Das Missverständnis ist der Fehlerzustand, der falsche Code die Fehlhandlung, die falsche Summe die Fehlerwirkung
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- Das Missverständnis ist die Fehlerwirkung, der falsche Code die Fehlhandlung, die falsche Summe der FehlerzustandEin menschlicher Irrtum ist die Fehlhandlung, nicht eine Fehlerwirkung; die falsche Summe zur Laufzeit ist die Fehlerwirkung.
- Richtige Antwort: Das Missverständnis ist die Fehlhandlung, der falsche Code der Fehlerzustand, die falsche Summe die FehlerwirkungDer menschliche Irrtum ist die Fehlhandlung, der fehlerhafte Code der Fehlerzustand, die falsche Summe die Fehlerwirkung.
- Das Missverständnis ist die Grundursache, der falsche Code die Fehlerwirkung, die falsche Summe der FehlerzustandDer fehlerhafte Code ist ein Fehlerzustand, keine Fehlerwirkung; die Fehlerwirkung ist die zur Laufzeit beobachtete falsche Summe.
- Das Missverständnis ist der Fehlerzustand, der falsche Code die Fehlhandlung, die falsche Summe die FehlerwirkungDer menschliche Irrtum ist die Fehlhandlung, kein Fehlerzustand; der Fehlerzustand ist der daraus resultierende Mangel im Code.
Eine Fehlhandlung (ein Irrtum) ist eine menschliche Handlung, die ein falsches Ergebnis erzeugt — hier das Missverständnis. Der Fehlerzustand (Defekt) ist der daraus resultierende Mangel im Arbeitsergebnis — der falsche Code. Eine Fehlerwirkung ist die zur Laufzeit beobachtete Abweichung — die dem Benutzer angezeigte falsche Summe.
Lehrplanabschnitt 1.2.3
Frage 2
Unter starkem Zeitdruck am Ende eines Sprints liest ein Entwickler die Rundungsregel in den Anforderungen falsch und schreibt Code, der Rabatte abrundet statt aufrundet. Wochen später erhält ein Kunde eine Rechnung, auf der der Rabatt einen Cent zu niedrig ist. Welche Zuordnung dieser Kette ist korrekt?
- Grundursache: das Falschlesen; Fehlhandlung: der Zeitdruck; Fehlerzustand: die Rechnung; Fehlerwirkung: der Code
- Grundursache: der Code; Fehlhandlung: die Rechnung; Fehlerzustand: das Falschlesen; Fehlerwirkung: der Zeitdruck
- Grundursache: der Zeitdruck; Fehlhandlung: das Falschlesen; Fehlerzustand: der Code; Fehlerwirkung: die Rechnung
- Grundursache: der Zeitdruck; Fehlhandlung: der Code; Fehlerzustand: das Falschlesen; Fehlerwirkung: die Rechnung
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- Grundursache: das Falschlesen; Fehlhandlung: der Zeitdruck; Fehlerzustand: die Rechnung; Fehlerwirkung: der CodeHier werden die auslösende Situation und die Fehlhandlung sowie der Fehlerzustand und das beobachtete Symptom vertauscht.
- Grundursache: der Code; Fehlhandlung: die Rechnung; Fehlerzustand: das Falschlesen; Fehlerwirkung: der ZeitdruckDas kehrt die gesamte Kette um und macht den Fehler im Code zum wesentlichen Grund des Problems.
- Richtige Antwort: Grundursache: der Zeitdruck; Fehlhandlung: das Falschlesen; Fehlerzustand: der Code; Fehlerwirkung: die RechnungDer Zeitdruck ist der wesentliche Grund, das Falschlesen die Fehlhandlung, der Code trägt den Fehlerzustand, die Rechnung ist die Fehlerwirkung.
- Grundursache: der Zeitdruck; Fehlhandlung: der Code; Fehlerzustand: das Falschlesen; Fehlerwirkung: die RechnungGrundursache und Fehlerwirkung stimmen, aber der Irrtum des Menschen ist die Fehlhandlung und der Code trägt den Fehlerzustand.
Eine Grundursache ist ein wesentlicher Grund für das Auftreten eines Problems, z. B. eine Situation, die zu einer Fehlhandlung führt — hier der Zeitdruck. Menschen begehen Fehlhandlungen (Irrtümer), die zu Fehlerzuständen führen, was wiederum zu Fehlerwirkungen führen kann: das Falschlesen der Regel ist die Fehlhandlung, der falsch rundende Code ist der Fehlerzustand, und die Rechnung mit dem falschen Rabatt ist die Fehlerwirkung, die beim Ausführen dieses Fehlerzustands entsteht.
Lehrplanabschnitt 1.2.3
Frage 3
Was kann neben menschlichen Fehlhandlungen und den daraus entstehenden Fehlerzuständen Fehlerwirkungen verursachen?
- Einen Fehlerzustand, der früher im SDLC entstand und nie entdeckt wurde
- Eine korrekt spezifizierte Anforderung, die fehlerhaft umgesetzt wurde
- Einen Fehlerzustand im Code, der nur unter bestimmten Umständen ausgeführt wird
- Umweltbedingungen, z. B. Strahlung oder elektromagnetische Felder
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- Einen Fehlerzustand, der früher im SDLC entstand und nie entdeckt wurdeEin unentdeckter früherer Fehlerzustand ist weiterhin ein Fehlerzustand.
- Eine korrekt spezifizierte Anforderung, die fehlerhaft umgesetzt wurdeEine fehlerhafte Umsetzung einer korrekten Anforderung ist ein Fehlerzustand.
- Einen Fehlerzustand im Code, der nur unter bestimmten Umständen ausgeführt wirdEin nur unter bestimmten Umständen ausgeführter Fehlerzustand bleibt ein Fehlerzustand.
- Richtige Antwort: Umweltbedingungen, z. B. Strahlung oder elektromagnetische FelderUmweltbedingungen wie Strahlung werden als eigene Ursache genannt.
Fehlhandlungen und Fehlerzustände sind nicht die einzige Ursache von Fehlerwirkungen. Fehlerwirkungen können auch durch Umweltbedingungen verursacht werden, z. B. wenn Strahlung oder elektromagnetische Felder Fehlerzustände in der Firmware verursachen. Die drei anderen Optionen beschreiben jeweils einen Weg, der über einen Fehlerzustand führt — also genau die Ursache, die die Frage ausschließt.
Lehrplanabschnitt 1.2.3
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